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Wenn die Zukunft bricht: Warum Invalidität während Ausbildung und Studium lebenslange Armut bedeutet

  • Writer: christoftremp
    christoftremp
  • Nov 24, 2025
  • 3 min read

Updated: Dec 30, 2025

Invalidität und EU

Junge Menschen investieren viel Zeit und Energie in ihre Ausbildung, ihr Studium, Praktika und Nebenjobs – alles mit dem Ziel, sich ein gutes Leben aufzubauen: unabhängig, frei, selbstbestimmt.


Doch manchmal entwickelt sich das Leben anders.

  • Ein schwerer Unfall.

  • Eine psychische Krise.

  • Eine Krankheit, die bleibt.

Und statt ein paar Monaten Unterbruch gelingt der Weg zurück ins Erwerbsleben nicht mehr.


Die Krankenkasse übernimmt die Behandlungskosten.

Aber wer trägt die finanziellen Einbussen – heute und in Zukunft?


Viele junge Menschen blenden dieses Risiko aus – und das ist völlig menschlich. Doch leider sprechen auch viele Vorsorgeberater dieses Thema nicht aktiv an. Es wird oft früh schon mit der Säule 3a fürs Alter gespart, während die Einkommenssicherung bei Invalidität – also das, was jederzeit auftreten kann –offen bleibt.


Genau in dieser Lebensphase greift unser Drei-Säulen-System erst schwach oder gar nicht. Was das bedeutet, schauen wir uns jetzt an.

 

Ohne BVG: Studierende, Lernende, Zwischenjahre – die gefährlichste Phase überhaupt


Studierende, Lernende oder junge Menschen im Übergang haben keine Pensionskasse. Es bleibt nur die IV – und deren Leistungen sind ohne Einkommen minimal.


Was bedeutet das konkret?

  • IV-Rente: häufig nur ca. 1’300 CHF/Monat

  • Mit Ergänzungsleistungen: knapp über 2’000 CHF/Monat

Das reicht zum Überleben – aber nicht für das Leben, das einmal geplant war.


Wichtig: 2’000 CHF/Monat bedeuten ein Leben ohne Gestaltungsspielraum:

  • keine Ferien

  • keine Freizeitaktivitäten

  • kaum soziale Teilhabe

  • kein „das gönne ich mir“


Und genau das kann 40 Jahre lang so bleiben.

 

Mit BVG: Berufsstart, tiefe Löhne, Teilzeit – ein bisschen besser, aber immer noch weit weg vom Ziel


Bei Berufseinsteigern und Teilzeitangestellten besteht eine Pensionskasse. Doch mit tiefen Löhnen, wenig Berufserfahrung und tiefem Beschäftigungsgrad bleibt die Absicherung bescheiden.


Häufige Gesamtleistung im Invaliditätsfall: ca. 2’500–3’000 CHF pro Monat


Das ist mehr als bei Studierenden – aber 2’500–3’000 CHF reichen in der Schweiz nicht für das Leben, das man hatte – und schon gar nicht für das, das man sich erträumt hat.


Es ist Grundversorgung, nicht Lebensstandard.


Bemerkung: Ebenfalls kritisch sind Phasen wie Arbeitslosigkeit oder der Aufbau einer Selbständigkeit – auch dort bestehen oft kaum Vorsorgeleistungen, sodass ein gesundheitliches Ereignis die gesamte Zukunft aus der Bahn werfen kann.


Das Problem lässt sich lösen – mit der dritten Säule unseres Vorsorgesystems


Und zwar mit einer privaten Erwerbsunfähigkeitsrente, dem wirkungsvollsten Schutz für dein Einkommen und deinen Lebensstandard.


Die EU-Rente kompensiert die Einkommenslücke, die IV und BVG offenlassen.


Typische Lösung:

  • Monatsrente: 2’000–3’000 CHF (lebenslang)

  • Kosten: oft rund 100 CHF/Monat


Damit erhält man – wenn das ungewünschte Eintritt – Leistungen im Wert von rund einer Million Franken. Zum Vergleich: Beim Auto bezahlen viele mehr für die Kaskoversicherung, obwohl das Risiko und der Schaden 10-20x kleiner sind.


Mit der EU-Versicherung sicherst du dein Leben, deine Freiheit und dein zukünftiges Ich. Sie ist die perfekte Ergänzung zur Krankenkasse: Die Krankenkasse deckt deine Gesundheitskosten – die EU-Versicherung dein Einkommen.


Fazit: Bleib positiv und engagiert – und schütze deinen Lebensstandard


Invalidität ist einschneidend, niemand wünscht sich das. Für teure Gesundheitsrisiken bezahlen wir hohe Krankenkassenprämien – zurecht, denn die Versorgung muss gesichert sein.


Doch genauso wichtig ist der Schutz des eigenen Lebensstandards. Der sollte nicht gleichzeitig wegbrechen. Und das muss er auch nicht – denn genau dafür gibt es die Erwerbsunfähigkeitsversicherung.


Das Budget ist immer limitiert. Teile es weise auf und priorisiere dein Leben entsprechend – ist es wichtiger oder weniger wichtig als dein Auto oder die finanzielle Sicherheit im Alter?


Und an alle Eltern: Wenn junge Erwachsene sich diese Absicherung im Studium nicht leisten können, dann übernehmt das. Ihr habt bereits so viel in eure Kinder investiert, weil euch ihr Glück wichtig ist. Also vergesst nicht diese entscheidende Absicherung für ihre Zukunft.



Wichtiger Hinweis zum Schluss


Viele vermeiden es, konkrete Zahlen zu nennen. Ich finde es wichtig, dass man sich eine realistische Vorstellung machen kann – nur so wird das Thema greifbar. Gleichzeitig sind die effektiven Leistungen und Prämien immer individuell und hängen von Alter, Einkommen, Vorsorgestatus und Gesundheit ab.


In der Beratung analysieren wir genau das: Was würdest du heute erhalten? Wie gross ist deine Lücke? Welche Lösung passt zu deinem Leben?

Wenn du das angehen möchtest, melde dich – wir machen es einfach und klar.


Willst du das angehen und weisst nicht wie? Melde dich – wir besprechen deine individuelle Situation und finden die passende Lösung. Ich freue mich auf den Austausch.

 


📖 Dieser Artikel ist Teil der Serie „Private Vorsorge“.





 

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